Positive Leadership - Key to VISION ZERO 

Vision Zero ist ein internationaler Ansatz für eine Arbeitswelt, in der schwere und tödliche Unfälle verhindert werden und in der Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden konsequent zusammengedacht werden.

Grundlage von Vision Zero sind die „7 Golden Rules“ – zentrale Handlungsprinzipien für wirksame Prävention im Unternehmen. Sie geben Orientierung, wie Sicherheit und Gesundheit systematisch und nachhaltig gestaltet werden können. Dahinter steht eine klare menschliche Idee: dass Menschen abends gesund nach Hause kommen, dass vermeidbares Leid gar nicht erst entsteht und dass Arbeit nicht krank macht, sondern verantwortungsvoll gestaltet wird.

Damit dieser Anspruch im Alltag wirklich wirksam wird, braucht es mehr als Technik, Regeln und Prozesse – entscheidend ist Führung, die Orientierung gibt und Verhalten verändert. Genau das bringt die erste der 7 Golden Rules von Vision Zero auf den Punkt: „Take leadership – demonstrate commitment.

Gemeinsam mit VISION ZERO Global und der ISSA haben wir einen internationalen Guide entwickelt, der diese erste Regel erstmals konkret und im Führungsalltag sichtbar und trainierbar macht. Der Guide ist in 16 Sprachen verfügbar und stellt ein einzigartiges Praxisinstrument dar, um VISION ZERO über Führung wirksam umzusetzen.

Führung macht den Unterschied

Warum reine Fehlerkorrektur zu kurz greift

In vielen Unternehmen ist Führung im Arbeitsschutz und in der Prävention noch stark davon geprägt, dass vor allem auf Fehler, Abweichungen und Risiken reagiert wird. Führung greift dann ein, wenn etwas schiefläuft, Regeln nicht eingehalten werden oder Defizite sichtbar werden. Diese Logik des reinen Korrigierens greift jedoch zu kurz. Sie erzeugt oft eher Anpassung als echte Beteiligung, eher Vorsicht als Vertrauen und eher formale Regelbefolgung als innere Verantwortung.

Menschen handeln sicherer, wenn sie sich gesehen fühlen

Auch klassische Muster von Druck, Kontrolle, „Zuckerbrot und Peitsche“ oder reinem Management by Exception reichen nicht aus, wenn Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden nachhaltig gestärkt werden sollen. Denn Menschen entfalten ihr bestes präventives Verhalten nicht dann, wenn sie sich nur beobachtet oder korrigiert fühlen, sondern dann, wenn sie gesehen, ernst genommen und in ihrer Wirksamkeit gestärkt werden.

Positive Leadership macht Golden Rule Nr. 1 wirksam

Genau hier setzt Positive Leadership als Instrument für Golden Rule Nr. 1 an. Der Ansatz richtet den Blick nicht zuerst auf Mängel, sondern auf Potenziale: auf das, was Menschen stärkt, was Vertrauen wachsen lässt, was Beteiligung fördert und was Verantwortung aus innerer Überzeugung entstehen lässt. Führung wird damit nicht schwächer, sondern wirksamer. Sie gibt Orientierung, schafft psychologische Sicherheit, macht Sinn verständlich und stärkt die Bereitschaft, Risiken früh anzusprechen, mitzudenken und Prävention aktiv mitzutragen.

Evidenz zeigt: Positive Führung stärkt Sicherheitskultur

Dass dieser Ansatz nicht nur sympathisch klingt, sondern wirksam ist, zeigt auch die im Guide aufgegriffene Studie von Mullen, Kelloway und Teed (2017) mit 2.140 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Branchen und Arbeitskontexten. Die Ergebnisse zeigen unter anderem eine deutliche Verringerung von Arbeitsunfällen und Verletzungen, eine Verbesserung der Sicherheitskultur sowie langfristige positive Wirkungen im Vergleich zu herkömmlichen Führungsstilen. Genau darin liegt die besondere Relevanz für Vision Zero: Positive Leadership stärkt nicht nur das Miteinander, sondern auch Sicherheit, Wohlbefinden und Gesundheit auf nachhaltige Weise.

So wird aus Regelbefolgung echte Präventionskultur

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag macht das greifbar: Eine Führungskraft reagiert nicht erst dann, wenn ein Fehler passiert, sondern spricht früh Unsicherheiten an, hört aufmerksam zu, fragt nach Beobachtungen und macht deutlich, dass Hinweise willkommen sind. Dadurch entsteht Vertrauen. Mitarbeitende sprechen Risiken eher an, übernehmen eher Verantwortung und beteiligen sich aktiver an Prävention. So wird aus bloßer Regelbefolgung eine gelebte Präventionskultur.

Die Voraussetzung für wirksame Vision Zero

Positive Leadership stärkt damit genau die Voraussetzungen, auf die Vision Zero angewiesen ist: Vertrauen, Beteiligung, Verantwortungsübernahme und eine Führung, die Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden nicht nur fordert, sondern im Alltag wirksam ermöglicht.

Rule Nr. 1 sichtbar machen

Die erste Goldene Regel von Vision Zero lautet: „Take leadership – demonstrate commitment.“

Das bedeutet konkret:
- Führung ist sichtbar vor Ort
- Führung spricht Sicherheit aktiv an
- Führung lebt Prävention vor

Der Guide „Positive Leadership – Key to Vision Zero“ macht diese Regel konkret im Alltag umsetzbar.

Von der Haltung ins Verhalten

Der Guide übersetzt Positive Leadership in konkretes Führungsverhalten.

Praxisbeispiele:
- WalkRounds: Führungskräfte gehen bewusst in den Austausch vor Ort
- Mikro-Schritte: kleine, tägliche Verhaltensänderungen statt großer Programme
- Reflexionsfragen: Wie sichtbar bin ich als Führungskraft?

Warum Vision Zero Positive Leadership braucht

Technik allein verhindert keine Unfälle.

Beispiel:
Ein Unternehmen hat klare Sicherheitsregeln – aber Mitarbeitende sprechen Risiken nicht an. Erst als Führung aktiv Vertrauen schafft, verändert sich das Verhalten.

Präventionskultur ist daher immer auch Führungskultur.

Von der Haltung in die Praxis – konkrete Beispiele

Sichtbare Führung:
Eine Führungskraft ist regelmäßig präsent und spricht Sicherheit aktiv an.

MBWA - Management by walking around, Positive Leadership WalkRounds, Quality Conversations

Offene Kommunikation:
Mitarbeitende dürfen Fehler und Risiken ohne Angst ansprechen.

Beteiligung:
Die Mitarbeitenden sind die Experten: Teams entwickeln gemeinsam Lösungen für mehr Sicherheit.

Fokus auf Gelingendes und Stärken:
Was funktioniert bereits gut in der Prävention? What went well? Job Shadowing.

Diese kleinen beispielhaften Veränderungen haben große Wirkung auf Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden.

 

Für wen das besonders relevant ist

Geschäftsführung:
Strategische Verankerung von Sicherheit und Führungskultur.

Führungskräfte:
Direkter Einfluss auf Verhalten und Präventionskultur im Alltag.

HR und Personalentwicklung:
Integration von Positive Leadership in Trainings und Entwicklung.

HSE / Arbeitsschutz:
Ergänzung technischer Maßnahmen durch Verhalten und Kultur.

Gesundheitsmanagement:
Stärkung von Wohlbefinden und nachhaltiger Leistungsfähigkeit.

Vision Zero mit Positive Leadership passen sich der jeweiligen Situation Ihres Unternehmens an: Sie können bestehende Arbeitsschutz-, Gesundheits-, Führungs- und Kulturprogramme sinnvoll ergänzen – oder als neuer Orientierungsrahmen dienen, wenn bisherige Ansätze nicht mehr die gewünschte Wirkung entfalten.

Möchten Sie Vision Zero mit Positive Leadership wirksamer machen?

Sprechen Sie mit uns über mögliche Vorträge und Keynotes, Workshops, Inhouse-Programme, ein Pilotprojekt - für mehr Sicherheit, Wohlbefinden und Gesundheit.

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